Trinknahrung / Astronautennahrung
Medizinische Trinknahrung – hochkalorisch, eiweißreich und vollbilanziert
Bei consuMED finden Sie medizinische Trinknahrung für unterschiedliche Ernährungsanforderungen. Je nach Produkt unterscheiden sich die Nahrungen unter anderem hinsichtlich Energie- und Eiweißgehalt sowie ihrer Bilanzierung. Medizinische Trinknahrung wird im allgemeinen Sprachgebrauch auch als Astronautennahrung oder Astronautenkost bezeichnet.
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Was ist Trinknahrung?
Trinknahrung ist eine flüssige Form der medizinischen Ernährung, die oral aufgenommen wird. Sie kann die normale Ernährung ergänzen oder – abhängig vom jeweiligen Produkt – auch zur ausschließlichen Ernährung vorgesehen sein. Als medizinische Flüssignahrung ist sie in unterschiedlichen Energie- und Nährstoffzusammensetzungen erhältlich.
Welche Trinknahrung geeignet ist, richtet sich nach dem individuellen Bedarf und den Angaben zum jeweiligen Produkt.
Welche Arten von Trinknahrung gibt es?
Trinknahrung ist in unterschiedlichen Zusammensetzungen erhältlich. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist die Energiedichte: Neben normokalorischer Trinknahrung gibt es hochkalorische Trinknahrung mit einem höheren Energiegehalt pro Milliliter. Daneben stehen beispielsweise proteinreiche Trinknahrungen sowie Produkte mit oder ohne Ballaststoffe zur Verfügung.
Je nach Produkt unterscheiden sich außerdem Konsistenz und Geschmack. Neben süßen Geschmacksrichtungen gibt es auch neutrale oder herzhafte Trinknahrung. Weitere Unterschiede können sich aus besonderen Ernährungsanforderungen ergeben.
Astronautennahrung und Astronautenkost – was ist damit gemeint?
Die Begriffe Astronautennahrung und Astronautenkost werden umgangssprachlich häufig im Zusammenhang mit medizinischer Trinknahrung verwendet. Gemeint sind dabei in der Regel energiereiche beziehungsweise nährstoffreiche Produkte für besondere medizinische Ernährungsanforderungen.
Fachlich ist medizinische Trinknahrung jedoch nicht mit der Nahrung gleichzusetzen, die speziell für Raumfahrer entwickelt wird. Beide unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich Zielgruppe, Zusammensetzung und Darreichungsform.
Wann wird medizinische Trinknahrung eingesetzt?
Medizinische Trinknahrung kann eingesetzt werden, wenn der Energie- und Nährstoffbedarf über die normale Ernährung nicht ausreichend gedeckt werden kann. Das kann beispielsweise bei einer bestehenden oder drohenden Mangelernährung, bei ungewolltem Gewichtsverlust oder einer verminderten Nahrungsaufnahme der Fall sein.
Auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa können besondere Anforderungen an die Energie- und Nährstoffversorgung bestehen. Im höheren Alter kann es ebenfalls schwieriger werden, ausreichend Energie und Nährstoffe über die normale Ernährung aufzunehmen. Ob und welche Trinknahrung geeignet ist, richtet sich nach dem individuellen Ernährungsbedarf und der jeweiligen medizinischen Situation.
Trinknahrung verschiedener Hersteller
Bei consuMED finden Sie medizinische Trinknahrung verschiedener Hersteller und Produktlinien. Dazu gehören unter anderem Produkte von Fresenius Kabi, Nutricia und Nestlé Health Science.
Einen Überblick über die jeweiligen Sortimente finden Sie beispielsweise in den Markenkategorien Fresubin und Fortimel.
Der Begriff vollbilanziert beschreibt die Nährstoffzusammensetzung einer Trinknahrung. Eine vollbilanzierte Trinknahrung enthält alle erforderlichen Nährstoffe in festgelegten Mengen. Davon zu unterscheiden sind teilbilanzierte Produkte, die nicht alle Nährstoffe in einer für die vollständige Ernährung vorgesehenen Zusammensetzung enthalten.
Ob eine Trinknahrung voll- oder teilbilanziert ist, ist in den jeweiligen Produkt- und Herstellerangaben angegeben.
Der Unterschied liegt vor allem in der Energiedichte. Normokalorische Trinknahrung liefert in der Regel etwa 1 kcal pro ml, während hochkalorische Trinknahrung mehr Energie pro ml bereitstellt.
Dadurch kann mit einer hochkalorischen Variante bei vergleichbarer Trinkmenge mehr Energie aufgenommen werden. Welche Energiedichte geeignet ist, richtet sich nach dem individuellen Bedarf und dem jeweiligen Produkt.
Trinknahrung und Sondennahrung gehören zum Bereich der enteralen Ernährung, unterscheiden sich jedoch in der Art der Aufnahme beziehungsweise Verabreichung. Trinknahrung ist für die orale Aufnahme bestimmt und wird getrunken. Sondennahrung wird dagegen über eine Ernährungssonde verabreicht.
Auch wenn sich beide Produktgruppen in ihrer Zusammensetzung teilweise ähneln können, sind sie nicht automatisch austauschbar. Entscheidend ist immer, für welche Art der Anwendung das jeweilige Produkt vom Hersteller vorgesehen ist.
Ob Trinknahrung eine Mahlzeit ersetzen kann, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Vollbilanzierte Trinknahrungen können – sofern sie vom Hersteller dafür vorgesehen sind – auch zur ausschließlichen Ernährung eingesetzt werden. Andere Produkte dienen dagegen ausschließlich der ergänzenden Ernährung.
Entscheidend sind daher immer die Angaben zur jeweiligen Trinknahrung und der individuelle Ernährungsbedarf.
Eine pauschale Tagesmenge lässt sich für Trinknahrung nicht sinnvoll angeben. Die benötigte Menge hängt unter anderem davon ab, ob die Trinknahrung ergänzend oder zur ausschließlichen Ernährung eingesetzt wird, wie hoch der individuelle Energie- und Nährstoffbedarf ist und welches Produkt verwendet wird.
Maßgeblich sind deshalb die Angaben des jeweiligen Herstellers sowie die medizinische beziehungsweise ernährungstherapeutische Empfehlung.
Trinknahrung kann dazu beitragen, die Energie- und Nährstoffzufuhr zu erhöhen, wenn diese über die normale Ernährung nicht ausreichend gedeckt werden kann. Besonders hochkalorische Trinknahrung kann dabei eine höhere Energiemenge pro Milliliter bereitstellen.
Im Zusammenhang mit Gewichtszunahme und einem erhöhten Energiebedarf wird auch häufig von Aufbaunahrung gesprochen. Ob Trinknahrung zur Gewichtszunahme geeignet ist und welches Produkt infrage kommt, hängt vom individuellen Ernährungsbedarf und der jeweiligen Situation ab.
Medizinische Trinknahrung kann unter bestimmten Voraussetzungen verordnungsfähig sein. Ob die Kosten von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden, hängt von den geltenden Voraussetzungen und der individuellen medizinischen Situation ab.
Eine pauschale Aussage zur Kostenübernahme ist daher nicht möglich. Weitere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber zur Kostenübernahme von Trinknahrung durch die Krankenkasse.
Nein. Medizinische Trinknahrung ist für besondere medizinische Ernährungsbedürfnisse bestimmt und zählt zu den Lebensmitteln für besondere medizinische Zwecke. Sie ist damit nicht mit herkömmlichen Mahlzeitenersatz-Produkten gleichzusetzen, die beispielsweise zur Gewichtsreduktion oder als praktische Alternative zu einer Mahlzeit angeboten werden.
Medizinische Trinknahrung sollte entsprechend ihrer Zweckbestimmung und den Angaben des jeweiligen Herstellers verwendet werden.