Suprasorb Wundverband von Lohmann & Rauscher Zum Hauptinhalt springen Zur Suche springen Zum Menü springen

Suprasorb



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FAQ Suprasorb

Suprasorb ist eine Produktreihe moderner Wundauflagen von Lohmann & Rauscher. Die verschiedenen Suprasorb Verbände werden in der Wundversorgung eingesetzt, wenn Wunden geschützt, Wundflüssigkeit aufgenommen oder ein feuchtes Wundmilieu unterstützt werden soll.

Wundflüssigkeit wird auch Exsudat genannt. Sie kann während der Wundheilung entstehen und muss je nach Menge passend versorgt werden. Zu viel Feuchtigkeit kann die umliegende Haut aufweichen, während eine zu trockene Wunde ebenfalls ungünstig sein kann. Deshalb gibt es innerhalb der Suprasorb-Reihe unterschiedliche Verbandarten.

Ein Folienverband schützt eher und ermöglicht eine Sichtkontrolle. Ein Schaumverband nimmt mehr Flüssigkeit auf. Hydrokolloid- oder hydroaktive Wundauflagen können Flüssigkeit aufnehmen und ein Gel bilden. Varianten mit PHMB enthalten zusätzlich einen antimikrobiellen Wirkstoff. PHMB steht für Polyhexamethylenbiguanid und wird häufig auch als Polihexanid oder Polyhexanid bezeichnet. Der Wirkstoff wird in der Wundversorgung eingesetzt, um Keime zu reduzieren oder ihr Wachstum zu hemmen.

Die Suprasorb Varianten unterscheiden sich nicht nur in Größe und Form, sondern vor allem in ihrer Funktion. Einige Produkte dienen eher dem Schutz und der Abdeckung, andere nehmen Wundflüssigkeit auf oder unterstützen die Versorgung bei infektgefährdeten Wunden.

 

Die wichtigsten Varianten lassen sich so einordnen:

  • Suprasorb F: Transparenter Folienverband zum Abdecken, Schützen und Fixieren
  • Suprasorb P: PU-Schaumverband zur Aufnahme von Wundflüssigkeit
  • Suprasorb P sensitive: Silikon-Schaumverband für eine besonders schonende Entfernung
  • Suprasorb P SensiFlex: Flexibler Silikonschaumverband für bewegliche oder schwierige Körperstellen
  • Suprasorb H: Hydrokolloid-Verband, der bei Kontakt mit Wundflüssigkeit ein Gel bildet
  • Suprasorb Liquacel Pro: Hydroaktiver, gelbildender Wundverband als Kompresse oder Tamponade
  • Suprasorb P + PHMB und Suprasorb X + PHMB: Antimikrobielle Varianten für entsprechend beurteilte, keimbelastete oder infektgefährdete Wunden

Welche Variante geeignet ist, hängt deshalb immer von der konkreten Wundsituation ab. Entscheidend sind vor allem Exsudatmenge, Wundtiefe, Hautumgebung, Körperstelle und mögliche Infektionszeichen.

Suprasorb Wundauflagen können je nach Variante für unterschiedliche Wundarten infrage kommen. Eine trockene oder nur leicht nässende Wunde benötigt eine andere Versorgung als eine stärker exsudierende Wunde. Auch die Körperstelle spielt eine wichtige Rolle, etwa bei Ferse, Kreuzbein, Gelenken oder anderen Bereichen, die viel Bewegung oder Druck ausgesetzt sind.

Bei einem Dekubitus, also einem Druckgeschwür, sollte die Wundversorgung besonders sorgfältig ausgewählt werden. Ein Dekubitus entsteht durch anhaltenden Druck auf Haut und Gewebe und kann je nach Stadium sehr unterschiedlich aussehen. Deshalb lässt sich nicht pauschal sagen, dass immer ein bestimmter Suprasorb Verband geeignet ist.

 

Für die Auswahl sind vor allem diese Punkte wichtig:

  • Wundtiefe: Ist die Wunde oberflächlich oder tiefer?
  • Exsudatmenge: Gibt die Wunde wenig, mäßig oder viel Flüssigkeit ab?
  • Hautumgebung: Ist die umliegende Haut intakt, gereizt oder aufgeweicht?
  • Körperstelle: Liegt die Wunde an einer belasteten oder beweglichen Stelle?
  • Infektionszeichen: Gibt es Rötung, Geruch, Schmerzen oder andere Auffälligkeiten?

Je nach Situation können saugfähige Schaumverbände, flexible Silikonschaumverbände, hydroaktive Wundauflagen oder antimikrobielle Varianten infrage kommen. Bei Dekubitus sollte die konkrete Auswahl immer ärztlich oder pflegerisch beurteilt werden.

Suprasorb F ist ein transparenter Folienverband. Er wird eingesetzt, wenn eine Wunde oder empfindliche Hautstelle geschützt werden soll und gleichzeitig eine Sichtkontrolle möglich bleiben soll. Durch die transparente Folie kann die abgedeckte Stelle beobachtet werden, ohne den Verband direkt entfernen zu müssen.

Typische Einsatzbereiche sind kleine, oberflächliche oder nur schwach exsudierende Wunden. Außerdem kann Suprasorb F zur Fixierung anderer Wundauflagen verwendet werden. Der Verband ist flexibel und passt sich der Körperkontur an, was besonders an beweglichen Bereichen hilfreich sein kann.

Wichtig ist die Abgrenzung zu stärker nässenden Wunden: Suprasorb F ist kein stark saugender Verband. Wenn viel Wundflüssigkeit entsteht, wird in der Regel eine saugfähige Wundauflage benötigt, die Flüssigkeit aufnehmen und speichern kann.

Suprasorb F besteht aus einer transparenten Polyurethanfolie. Der Verband kann die abgedeckte Stelle vor Flüssigkeit und Keimen von außen schützen, wenn er korrekt aufgeklebt ist und der Rand vollständig auf der Haut haftet.

Duschen kann je nach Wundsituation möglich sein. Entscheidend ist, dass der Verband glatt aufliegt, sich nicht ablöst und keine Feuchtigkeit unter den Rand gelangt. Nach dem Duschen sollte der Verband kurz kontrolliert werden.

Ein Wechsel ist sinnvoll, wenn sich der Rand löst, Feuchtigkeit unter den Verband gelangt, Wundflüssigkeit austritt oder der Verband verschmutzt ist. Baden, längeres Einweichen und starkes Reiben über dem Verband sollten vermieden werden.

Alle drei Varianten gehören zu den Schaumverbänden. Sie werden eingesetzt, wenn Wundflüssigkeit aufgenommen und von der Wunde weggeleitet werden soll. Trotzdem gibt es wichtige Unterschiede beim Material, bei der Hautschonung und bei der Anpassung an die Körperstelle.

  • Suprasorb P ist ein PU-Schaumverband. PU steht für Polyurethan. Der Verband nimmt Wundflüssigkeit auf und speichert sie im Verband. Dadurch kann die Wundumgebung vor zu viel Feuchtigkeit geschützt werden.
  • Suprasorb P sensitive besitzt eine Silikon-Wundkontaktschicht. Diese Schicht liegt zur Wunde hin und kann das Entfernen des Verbandes erleichtern. Das ist besonders bei empfindlicher Haut, schmerzempfindlichen Wunden oder häufigeren Verbandwechseln von Vorteil.
  • Suprasorb P SensiFlex ist ebenfalls ein Silikonschaumverband, aber besonders flexibel aufgebaut. Er kann sich Bewegungen und Körperformen gut anpassen, zum Beispiel an Gelenken, Ferse, Kreuzbein oder anderen schwieriger zu versorgenden Körperstellen.

Kurz zusammengefasst: Suprasorb P steht vor allem für Saugfähigkeit, Suprasorb P sensitive zusätzlich für schonendere Entfernung und Suprasorb P SensiFlex für mehr Flexibilität an anspruchsvollen Körperstellen.

Suprasorb H ist ein Hydrokolloid-Verband. Hydrokolloide sind Bestandteile im Verband, die Wundflüssigkeit aufnehmen und dabei ein Gel bilden. Dieses Gel unterstützt ein feuchtes Wundmilieu.

Ein feuchtes Wundmilieu bedeutet nicht, dass die Wunde nass gehalten werden soll. Gemeint ist ein kontrolliertes Maß an Feuchtigkeit: Die Wunde soll nicht austrocknen, gleichzeitig sollte die umliegende Haut nicht dauerhaft zu feucht werden.

Suprasorb H kann je nach Wundsituation bei schwach bis mäßig exsudierenden Wunden infrage kommen. Bei sehr stark nässenden Wunden, auffälligem Geruch, zunehmender Rötung, Schmerzen oder Infektionszeichen sollte die Wunde fachlich beurteilt werden, bevor ein Verband ausgewählt wird.

Suprasorb Liquacel Pro ist ein hydroaktiver Wundverband. Hydroaktiv bedeutet, dass der Verband mit Wundflüssigkeit oder Blut reagiert. Dabei bildet er ein Gel, das Flüssigkeit aufnehmen und ein feuchtes Wundmilieu unterstützen kann.

Der Verband enthält CMC-Fasern und Zellulosefasern. CMC steht für Carboxymethylcellulose. Dieses Material kann Flüssigkeit aufnehmen und in eine gelartige Struktur umwandeln. Dadurch kann Wundflüssigkeit im Verband gebunden werden.

 

Suprasorb Liquacel Pro gibt es in unterschiedlichen Ausführungen:

  • Kompresse: Für flächige Wunden
  • Tamponade: Für tiefere Wunden oder Wundhöhlen

Eine Tamponade ist Verbandmaterial, das locker in einen tieferen Wundraum eingebracht werden kann. Das sollte passend zur Wundsituation und nach fachlicher Vorgabe erfolgen.

Suprasorb Verbände mit PHMB werden für die antimikrobielle Wundversorgung eingesetzt. PHMB steht für Polyhexamethylenbiguanid und wird häufig auch als Polihexanid oder Polyhexanid bezeichnet. Der Wirkstoff wird in Wundauflagen verwendet, um Keime zu reduzieren oder ihr Wachstum zu hemmen.

Antimikrobiell bedeutet, dass die Wundauflage gegen Mikroorganismen wirkt. Gemeint sind zum Beispiel Bakterien, die eine Wunde belasten oder das Infektionsrisiko erhöhen können. Eine antimikrobielle Wundauflage wird jedoch nicht automatisch bei jeder Wunde benötigt.

Suprasorb P + PHMB verbindet die Saugfähigkeit eines PU-Schaumverbandes mit einer antimikrobiellen Ausstattung. Suprasorb X + PHMB ist ein antimikrobieller HydroBalance-Wundverband. HydroBalance bedeutet, dass der Verband je nach Wundzustand Feuchtigkeit abgeben oder überschüssige Wundflüssigkeit aufnehmen kann.

Bei infektgefährdeten oder bereits infizierten Wunden sollte die Auswahl einer PHMB-Wundauflage fachlich beurteilt werden.

Wie oft ein Suprasorb Verband gewechselt werden sollte, hängt von der jeweiligen Variante und der Wundsituation ab. Ein Folienverband, ein Schaumverband, ein Hydrokolloid-Verband und eine hydroaktive Wundauflage verhalten sich unterschiedlich. Deshalb ist eine feste Wechselhäufigkeit für alle Suprasorb Produkte nicht sinnvoll.

Ein Verbandwechsel kann früher notwendig sein, wenn der Verband durchtränkt ist, sich ablöst, verschmutzt wurde oder Wundflüssigkeit austritt. Auch die Haut um die Wunde sollte beobachtet werden.

 

Besonders aufmerksam sollten Sie werden bei:

  • Zunehmender Rötung
  • Stärkeren Schmerzen
  • Unangenehmem Geruch
  • Deutlich mehr Wundflüssigkeit
  • Aufgeweichten oder gereizten Wundrändern
  • Fieber oder allgemeinem Krankheitsgefühl

Solche Anzeichen sollten ärztlich abgeklärt werden und können darauf hinweisen, dass die Wunde kontrolliert oder die Versorgung angepasst werden muss. Grundsätzlich sollten die Herstellerangaben und die Vorgaben der behandelnden Fachperson beachtet werden.

Die passende Größe sollte so gewählt werden, dass die Wunde vollständig abgedeckt wird und der Verband sicher sitzt. Dabei zählt nicht nur die sichtbare Wundfläche. Auch die umliegende Haut, die Körperstelle und die Beweglichkeit des Bereichs spielen eine Rolle.

 

Vor der Auswahl helfen einige praktische Fragen:

  • Wie groß ist die Wunde?
  • Wie stark nässt die Wunde?
  • Liegt die Wunde an einer beweglichen Stelle?
  • Ist die umliegende Haut empfindlich?
  • Soll der Verband selbst haften oder separat fixiert werden?
  • Handelt es sich um eine flache Wunde oder um einen tieferen Wundraum?

Bei empfindlicher Haut oder häufigeren Verbandwechseln können Silikonvarianten sinnvoll sein. Für stärker nässende Wunden kommen eher saugfähige Schaumverbände oder hydroaktive Wundauflagen infrage. Bei tieferen Wunden kann je nach fachlicher Vorgabe eine Tamponade benötigt werden.