Ernährung bei Erkrankungen: Morbus Crohn

 

Verdauungsbeschwerden, Stuhlunregelmäßigkeiten, Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsverlust sind typische Symptome des Morbus Crohn, einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung. Der Morbus Crohn ist eine in Schüben verlaufende Erkrankung des Verdauungstraktes, die alle Abschnitte vom Mund bis zum After befallen kann. Am häufigsten tritt die Entzündung jedoch im letzten Abschnitt des Dünndarms, dem so genannten terminalen Ileum, und dem Übergang zum Dickdarm auf. Die Krankheit verläuft in der Regel in Schüben, denen symptomfreie Zwischenzeiten (Remissionsphase) folgen. Die Krankheitsaktivität ist bei den Betroffenen sehr unterschiedlich. Bei manchen wechseln sich Schübe mit langen Remissionsphasen ab, andere leiden unter heftigeren und häufigeren Entzündungsschüben, mitunter treten auch Komplikationen wie Stenosen oder Fisteln auf.

 

Da die Beschwerden den Verdauungstrakt betreffen, werden diese häufig mit dem Essen in Verbindung gebracht. Sind Sie auch oft unsicher, was Sie essen und trinken dürfen? Fragen Sie sich, welche Lebensmittel möglicherweise Beschwerden auslösen?

 

Besonders in Phasen der aktiven Entzündung besteht die Gefahr, dass der Körper nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird. Durch das Entzündungsgeschehen im Körper sind der Nährstoffbedarf und der Energieverbrauch erhöht, denn das Immunsystem läuft auf Hochtouren. Zusätzlich kann es durch die Entzündung des Dünndarms zu einer unzureichenden Aufnahme von Nährstoffen kommen. Wenn Sie nun auch noch weniger essen, weil Sie Schmerzen und Durchfälle haben, kann es schnell zu einem Gewichtsverlust und zu einem Mangel an einzelnen oder mehreren Nährstoffen kommen.

 

So beeinflussen sich Morbus Crohn und Ihre Ernährung gegenseitig

 

Die Ursache der chronischen Darmentzündung ist noch nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich spielen genetische und Umweltfaktoren eine Rolle. Auch die Darmflora und eine krankhafte Aktivierung des Immunsystems im Darm scheinen an dem Geschehen beteiligt zu sein.